Jetzt fang ich an dir zu berichten,
Satz um Satz sauber aufzuschichten.
Hat durchaus Gewicht. Ist wichtig für mich.

Und ich seh es dir an,
wie ich dich nicht erreichen kann.
Hörst du mir zu? Wo bist du denn?
Ich blas es raus, Wort für Wort,
mein Ausdrucksformgefühl schwimmt mit mir fort.

Ich glaub, es zu lesen in deinem Gesicht,
dass deine Haltung sagt: Interessiert mich nicht!

Jetzt schön die Ruhe bewahren,
die Erzählkurve mit Schwung weiterfahren.
Eine Brille verliert doch auch nicht gleich die Fassung,
das wäre Durchhaltevermögensunterlassung.

Ich bin am Pumpen wie ein Kugelfisch,
mein roter Faden verheddert sich,
leicht irritiert, gehörig verwirrt,
wörtlich am Baden gehen,
Weichkniestehen,
Selbstwertrasenmähen.

Denn du strahlst es aus:
„Komm endlich zum Punkt, ich halt’s nicht mehr aus!“

3 Klekse

WAR DAS JETZT WORTVERSCHWENDUNG?

3 Klekse

Nun,
weiß ich denn, was wirklich angekommen ist?
Weil ich doch nicht in deinem Kopf drin sitze.
Ich bin mir völlig bewusst, dass es länger dauern kann,
denn Gehörtes kommt ab und an später.

Weil der Kontext fehlt, die Energie, der Raum.
Was hängen bleibt, das merkt man kaum.
Verständigungsbarrieren sind doch normal,
Worte zu verlieren keinen Einzelfall.

Manch Hürde kann man überwinden,
mit einer Vielfalt an Tönen zueinander finden.
Es gibt so viele Facetten zum Gestalten
beim Origami-Stimmentfalten.

Die Aussage, die so an Fahrt gewinnt,
bekommt dann plötzlich Rückenwind.
Auch wenn dir der Nachhall um die Ohren fliegt,
das Ausgesprochene quer im Gehörgang liegt,
soll die eigene Stimme nicht verblassen –
vom härteren Bass niederbrettern lassen.

Dranbleiben lohnt sich – leidenschaftlich intonieren
und mit vollem Klang KOMMUNIZIEREN!